Laserkonjunktur rückläufig

Laserkonjunktur rückläufig

Die Arbeitsgemeinschaft Laser und Lasersysteme für die Materialbearbeitung im VDMA  gab seine neuesten Erhebungen zur Produktion als auch zum Auftragseingang bekannt. Die Produktion von Laseranlagen mit CO2-, Festkörper- und Diodenlasern in Deutschland hat 2019 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 18 Prozent nachgelassen. Das Volumen sank von 1,06 Mrd. Euro auf 870 Mio. Euro. Die Bestellungen verzeichnen mit 19 Prozent ein deutliches Minus. Für 2019 steht ein Volumen von 1,05 Mrd. Euro zu Buche. Insbesondere die Aufträge aus dem Inland gingen um ein Drittel zurück. Mit einem Minus von gut 16 Prozent auf rund 900 Mio. Euro blieben die Bestellungen aus dem Ausland zwar vergleichsweise stabil, dennoch hinterlassen die schwache Weltkonjunktur, der Strukturwandel in der Automobilindustrie und politisch motivierte Verwerfungen deutliche Spuren. Unsicherheiten über die Ausgestaltung des Brexit, der anhaltende Handelsstreit zwischen China und den USA, Chinas Vorgehen in Hongkong oder die Wahlkampftöne in den USA sind nur einige Stichworte für die vielen Entwicklungen, die die Weltwirtschaft in Zeiten vor Corona in Atem hielten. „Trotz der großen Unsicherheiten hat sich die Auftragslage in den letzten Monaten stabilisiert und es gibt in einzelnen Regionen Anzeichen für eine Erholung“, erläutert Herr Dr. Schmitz. „Die Coronakrise wird uns aber noch weiter beschäftigen: Die Effekte der ersten Welle, wie drohende Rezession, Zahlungsausfälle, wirtschaftliche Schieflage einiger Kunden, etc. sind noch nicht vollständig sichtbar. Zudem können weitere Shut-Downs die Wirtschaft wieder zurückwerfen.“ Europa bleibt aber der größte Markt für Laseranlagen. Die Exporte der deutschen Hersteller von Laseranlagen weisen für das Jahr 2019 ein deutliches Minus auf. Während 2018 noch Laseranlagen im Wert von 950 Mio. Euro exportiert wurden, sinkt der Wert um 18 Prozent auf 782 Mio. Euro. Mit einem Anteil von knapp 61 Prozent bleibt Europa der größte Markt, gefolgt von China mit 14 Prozent. Japan, die USA und andere stehen für das restliche Viertel der Ausfuhren.

Laser bringen Farbe ins Spiel

Primes hat den FocusMonitor FM+ jetzt zusätzlich für den Einsatz an Multikilowatt-Lasern im grünen und blauen Spektralbereich qualifiziert. Damit ist es Laseranwendern nun erstmals möglich, ihre laserbasierten Bearbeitungsprozesse, Laseranlagen und Fertigungsaufgaben vom fernen Infrarot- bis in den blauen Spektralbereich effizient zu vermessen und über die Laufzeit zu überwachen. Der Jenaer Software-Hersteller LightTrans International UG stellt die neueste Version der Software VirtualLab Fusion für physikalisch-optische Anwendungen  vor. Erstmals 3D-Laserdruck in Farbe! Ein Team vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) beschichtetet die Pulverkörnchen mit Nanopartikeln aus Silber. Das vormals weiße Polymer war nun gelb, und in Kombination mit einem Diodenlaser, dessen Strahlung besonders gut von gelben Objekten absorbiert wird, funktionierte die Idee: Es entstand der erste laserbasierte 3D-Druck in Farbe – nachzulesen in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Advanced Optical Materials“.