Lasergravur mit Korrosionsschutz

Lasergravur mit Korrosionsschutz

Der Laser ist nach Laserschutzklasse 1 zertifiziert. (Bildquelle: Mobil Mark)

 Dem Laserspezialisten Mobil-Mark aus Ulm ist es gelungen, einen kompakten und mobilen Hochleistungs­laser für die präzise Tiefengravur von großen Werkstücken zu entwickeln. Größe und Form der zu bearbeitenden Teile spielen beim Einsatz keine Rolle – das kompakte Handteil des Markiersystems Quasar lässt sich auch an schwer zugänglichen Stellen verwenden. Doch neben der Gravur von Metallen, ist der Quasar ebenso dazu geeignet, eine Vielzahl an weiteren Materialien zuverlässig und fälschungssicher zu beschriften. Individuelle Aufsätze sorgen dafür, dass sich der Laser optimal an das jeweilige Werkstück anpasst. Der Quasar ist nach Laserschutzklasse 1 zertifiziert und kann bedenkenlos – ohne zusätzlichen Schutz etwa durch eine Schutzbrille – im Betrieb eingesetzt werden.

Schutzgas zur korrosionsfreien Edelstahlgravur

Durch Oxidation hervorgerufene Zersetzung eines Metalls – auch Korrosion genannt, macht Markierungen auf Metallen oft über kurz oder lang zu schaffen. Insbesondere das aufgrund seiner guten Hygieneeigenschaften gern in der Lebensmittel-, oder Medizintechnik eingesetzte Material Edelstahl muss nach der Gravur nachträglich zusätzlich passiviert werden, um einen wirkungsvollen Korrosionsschutz zu garantieren. Lasersysteme von Mobil-Mark bieten hingegen die Chance, Lasergravur und Korrosionsschutz in einem Arbeitsschritt zusammenzufassen. Bei der Lasergravur arbeiten die Lasersysteme mit einem speziellen Gasgemisch, das die Sauerstoffeinwirkung während des Beschriftens verhindert. In Langzeit-Sprühnebeltests konnte die Korrosionsbeständigkeit erfolgreich bewiesen werden. Zudem verkürzt sich die Bearbeitungszeit pro Werkstück durch diese Art der Markierung durchschnittlich um bis zu 50 Prozent. Üblicherweise befindet sich bei der Laserbeschriftung Umgebungsluft im Bearbeitungsraum. Der sich darin befindliche Sauerstoff verursacht eine sogenannte Oxidation des Materials während der Beschriftung und führt dadurch im schlimmsten Fall zu Korrosion. Gerade in hygienesensiblen Branchen wie in der Lebensmittelverarbeitung, Pharmaindustrie oder Medizintechnik, muss die Oxidation des Materials zwingend vermieden werden. Um darauf Einfluss zu nehmen, experimentierten man in Ulm mit verschiedenen Prozessgasen wie Argon, Neon, Stickstoff oder Wasserstoffgemischen. Die Erkenntnis: Jedes Gas nimmt nicht nur Einfluss auf die Farbe der Beschriftung, sondern wirkt sich ebenso positiv auf die Korrosionsbeständigkeit der bearbeiteten Fläche aus. Mithilfe eines speziellen Gasgemischs ist es schließlich gelungen, Alterungsprozesse zu verhindern und diesen Umstand in Langzeit-Salzsprühnebeltest zu belegen. Eine nachträgliche Passivierung der Oberfläche ist dabei nicht mehr notwendig. Um das spezielle Gasgemisch im Bedarfsfall einleiten zu können, kann der Universallaser durch einfache Eingabe in der Beschriftungssoftware auf Gasgemische umgestellt werden. Ein weiterer Vorteil: Unter Einfluss des Gasgemisches wird der Graviervorgang bis um das Zweifache beschleunigt.